Freimaurerloge »Zur Brudertreue an der Schwale« Neumünster

Freimaurerei


Begriffliches und Historisches

Wo und wie findet Freimaurerei statt?

Symbole

Geschichte der Freimaurerei

 

Begriffliches und Historisches

Der Begriff „Freimaurer“ leitet sich aus den operativen Steinmetzbruderschaften der Dombauhütten des Mittelalters ab, aus denen dann im 18. Jahrhundert die sog. spekulative Maurerei entstand, die zwar rein geistigen Charakter hat, aber ihre Symbolik und ihre Rituale überwiegend aus dem Brauchtum eben jener operativen Steinmetzbruderschaften bezieht.

Auch wenn das Jahr 1717, als sich vier Logen in London zu der „Vereinigten Großloge von London“ verbanden, als das offizielle Gründungsdatum der Freimaurerei betrachtet wird, so sind ihre Wurzeln wesentlich älter. Sie wurden von unterschiedlichsten Strömungen geprägt.

Freimaurerei, auch königliche Kunst genannt, versteht sich auf einem ethischen Bund freier Männer mit der Überzeugung, dass die ständige Arbeit an sich selbst zu einem menschlicheren Verhalten führt.

Nach ihrem Selbstverständnis vereint sie Männer aller sozialen Schichten, Bildungsgrad und Glaubensvorstellungen.

Die Grundideale der Freimaurer sind Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit, Toleranz, Humanität.

Ideale wie diese, erfordern den freien Mann, den Mann von guten Ruf!
Dies ist die Voraussetzung im Orden aufgenommen zu werden.

Der Freimaurerorden ist ein Männerbund, der sich auf eine christlich-sittliche Lehre gründet.

Freimaurer sind eine geschlossene Gesellschaft. Geschlossen im Sinn von Zusammenschluss. Offen in Sinn von Aufgeschlossenheit, denn sie bemühen sich um die Einhaltung der Menschenrechte, die Würde des Menschen und den Frieden auf der Welt.

In Übereinstimmung mit ihren Zielen nimmt sie keine Rücksicht auf Äußerlichkeit oder Rassen.
Toleranz und brüderliche Liebe verbindet über Grenzen und Religionen hinweg. Freimaurerei muss daher z.B. jeden Rassismus zurückweisen und auf Aussöhnung drängen.

 

Wo und wie findet Freimaurerei statt?

Jedenfalls nicht in einem abgeschlossenen „Wolkenkuckucksheim“. Entweder Freimaurerei ist alltagstauglich oder sie ist es nicht.

Ziel all unserer Bemühungen muss sein, dass sich die in unseren Logen erworbenen Erkenntnisse und Einsichten auch im rauen Alltag bewähren.

Nur hier, in unserem sozialen Umfeld, unser Familie, am Arbeitsplatz müssen sie auch praktisch gelebt werden.

Aber wie gelangen wir nun zu solchen Erkenntnissen und Einsichten?

Dies erfolgt innerhalb unserer Loge durch Lehrgespräche und persönlichen Austausch.

Vor allem aber auch durch die Teilnahme an den regelmäßig stattfindenden sogenannten Logenarbeiten.
Charakteristisch für deren Ablauf ist, dass sie in immer wiederkehrende rituelle Abläufe eingebettet sind.

Wir alle kennen das auch von unseren Alltagsritualen, wie hilfreich sie z.B. bei der Strukturierung eines Tagesablaufes sein können.

Aber bleiben wir bei unseren freimaurerischen Ritualen. Die in ihnen enthaltenen Regeln sorgen dafür, dass ein Gleichgewicht zwischen rationalem Denken auf der einen und metaphysischen Erleben auf der anderen Seite entsteht.
Dieses Gleichgewicht verhindert die Entstehung einer in sich geschlossenen Scheinwelt.

Die Wirkung freimaurerischer Arbeit aber lässt sich nicht nachlesen.
Sie wird bestimmt durch das persönliche innere Erleben und Empfinden jedes einzelnen Logenbruders.
Und das ist dann auch schon der ganze Kern des sogenannten „Freimaurerischen Geheimnisses”.

 

Symbole

Die Symbole der Freimaurer bilden die innere Struktur der Freimaurerei.

Sie nehmen die Symbole als eine Art Lebensanleitung, nehmen sie als eine Art Philosophie des Geistes.

Freimaurer setzen auf die Kraft beeindruckender Symbole, um den Weg zur Selbsterkenntnis zu gehen.

Freimaurer setzen die Symbole der operativen Freimaurerei in die geistige – spekulative Arbeit an sich selbst um.

Sie schöpfen aus dem weltlichem Wissen, um sich selbst zu veredeln.

 

Geschichte der Freimaurerei

Die Entstehung der Freimaurerei ist vielfältig. Eine gewisse Rolle in unseren Ritualen spielen schon Symbole aus der Ägyptischen Mythologie.
Aber auch Salomons Tempelbau und der Templerorden haben die Entwicklung der Freimaurerei entscheidend beeinflusst.
Hervorgegangen ist die heutige Freimaurerei jedoch aus den organisierten Steinmetzbruderschaften und deren Bauhütten.
Die organisierten Bauhütten litten unter der abnehmenden Bautätigkeit an den gotischen Kathedralen und wurden zunehmend von den Zünften verdrängt.
Angesehene Bürger sicherten als Fördermitglieder der Steinmetzbruderschaft ihre Existenz mit Geldspenden.
Ausschlaggebend für die Aufnahme waren nicht Geburt oder Stand, sondern die individuelle Eignung.
Adel und Bürgertum begegneten sich auf gleicher Ebene und trugen somit zum Abbau der Standesunterschiede bei.

Diese neuen Einflüsse wirkten als Umgestaltung der alten Bruderschaft.
Die Zahl der Logen in England schmolzen bis auf wenige zusammen.
Die übrig gebliebenen Mitglieder, zum Teil “Angenommene”, sahen sich verpflichtet, die Verbindung zu erhalten, da sie den geistigen Gehalt der Logenarbeit erkannten.

Zu diesem Zeitpunkt begann sich die operative oder Werkfreimaurerei in die spekulative, esoterische und geistige Maurerei umzuwandeln.
Aus diesem Grund vereinigten sich vier alte Werkmaurerlogen in London und Westminster 1717 zur ersten Großloge von London.
Die Freimaurerei hat sich seitdem zu einer weltumspannenden Bruderkette entwickelt und ist auf über sechs Millionen Mitglieder angewachsen.
1737 wurde in Deutschland die erste Freimaurerloge gegründet.
Die älteste noch arbeitende Loge in Deutschland ist die Hamburger Loge “Absalom zu den drei Nesseln”, die am 6. Dezember 1737 gegründet wurde.

Ursprünglich bestand die Freimaurerei in Deutschland aus vielen einzelnen Großlogen, in der jede ihren eigenen Weg ging.

1959 vereinigten sich diese Großlogen zu den Vereinigten Großlogen von Deutschland. Die nunmehr nur noch fünf in der Vereinigten Großloge zusammengefassten Großlogen, umfassen 470 Logen mit insgesamt 14.000 Mitgliedern.
Unsere Loge “Zur Brudertreue an der Schwale” gehört der Großen Landesloge der Freimaurer von Deutschland an.

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